Allianz für Leichtbautechnologie: Forschungsinitiative des Instituts für Textiltechnik Augsburg mit Faurecia, Premium AEROTEC und Solvay

Augsburg, Deutschland, 02.08.2018,  von Faurecia

Die Entwicklung neuer Leichtbaumaterialien steht im Mittelpunkt einer langfristig angelegten Zusammenarbeit von Faurecia mit den Technologieunternehmen Premium AEROTEC und Solvay unter Federführung des renommierten Instituts für Textiltechnik Augsburg. Das gestern offiziell gestartete Projekt wird im Augsburger Technologiezentrum realisiert.

Im Rahmen des zunächst auf drei Jahre angelegten Entwicklungsprojektes stehen innovative und auf nachhaltige Mobilität ausgerichtete Material- und Prozesstechnologien im Fokus, die im Automobilbau ebenso wie im Flugzeugbau und in der Raumfahrttechnik eingesetzt werden. Das Konsortium, das als „Industry Research Group: Composites for sustainable Mobility“ (IRG CosiMo) agiert, schafft eine neue Technologieplattform insbesondere für die Entwicklung von thermoplastischen Verbundwerkstoffen. Die Integration solcher zukunftsfähigen Leichtbaulösungen auf Kunststoffbasis ist für Faurecia ein wichtiger Baustein für das Cockpit der Zukunft und den smarten Fahrzeuginnenraum.

Faurecia setzt auf Leichtbautechnologien

Die Aktivitäten rund um das Augsburger Forschungsprojekt sind im Faurecia Geschäftsbereich Clean Mobility angesiedelt. Faurecia fördert das Augsburger Projekt, das durch weitere Forschungsprojekte ergänzt wird, mit 1,5 Millionen Euro – der höchsten Fördersumme aller Kooperationspartner. Das Engagement zielt darauf ab, einen Wettbewerbsvorsprung durch innovative Technologien für die Großserienfertigung von Faserverbundteilen zu realisieren. Faserverstärkte Thermoplaste werden in zahlreichen Leichtbauanwendungen eingesetzt wie Batteriegehäusen, Interieurelementen oder auch in Sitzkonstruktionen. Leichtbautechnologien nehmen für Faurecia im Automobilbau eine immer wichtigere Rolle ein. Mithilfe neuer Konstruktionskonzepte, mit optimiertem Design sowie der Entwicklung und Verwendung innovativer Materialien und neuer Herstellungsprozesse kann Faurecia Fahrzeuge bereits heute um mehr als 100 kg leichter machen. Beispiele sind der „Lightweight & roominess“-Sitz, der als leichtester seiner Art gilt, die „Hybrid-Rückenlehne“, eine Leichtbau-Hybrid-Rückenlehne aus Verbundwerkstoffen und Metall, oder der Reserveradkasten aus Verbundwerkstoff.

Synergieeffekte für Luft-, Raumfahrt- und Automobilbau

Auf Basis von Investitionen und Leistungen der Kooperationspartner in Millionenhöhe verspricht die Bündelung des Know-hows und der Ressourcen aller Beteiligten zahlreiche Synergieeffekte. Das Institut für Textiltechnik Augsburg (ITA), Faurecia als weltweit führendes Technologieunternehmen der Automobilindustrie und der Luftfahrttechnik-Zulieferer Premium AEROTEC sind bereits Teil des umfassenden Projektkonsortiums „Campus Carbon 4.0“, das vom Freistaat Bayern gefördert wird. Das ITA brachte die Unternehmen mit dem Anbieter von Verbundwerkstoffen Solvay branchenübergreifend zusammen. Das mit der Universität Augsburg kooperierende ITA zeichnet verantwortlich für das Projektmanagement des Konsortiums die Koordination des wissenschaftlichen Forschungsprogramms und den Betrieb von Pilotanlagen zur Verarbeitung neuer Materialien.

Foto: Die Teilnehmer v.l.n.r. Rob Blackburn (Solvay), Application Engineering Director; Guillaume Morales (Faurecia), Program Development Leader; Reinhard Schaefer (Faurecia), Engineering Director Ultra Light Weight Structures; Helge von Selasinsky (ITA), General Manager: Kim Gingras (Solvay), Thermoplastic Composites Incubator Director; Jochen Scholler (Premium Aerotec), Manufacturing Engineer; Prof. Stefan Schlichter (ITA), Managing Director;  Dr. Daniel Hartung (Premium Aerotec), Head of Numerical Simulation; Joachim Nägele (Premium Aerotec), Managing Director Programs and Sales; Johannes Treiber (Solvay), Senior Applications Engineer.

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