Jahresergebnisse 2018

Nanterre, Frankreich, 18.02.2019,  von Faurecia

ALLE FINANZZIELE TROTZ GEGENWIND IM ZWEITEN HALBJAHR ERREICHT

REKORDE BEI UMSATZ, RENTABILITÄT UND LIQUIDITÄT – HOHER AUFTRAGSEINGANG

DIVIDENDENVORSCHLAG VON 1,25 EURO JE AKTIE, 14 % MEHR ALS IM VORJAHR

ANHALTENDE ÜBERDURCHSCHNITTLICHE UMSATZENTWICKLUNG, HOHE RENTABILITÄT UND LIQUIDITÄT IM JAHR 2019

ALLE FINANZZIELE FÜR 2018 ERREICHT, REKORDE BEI UMSATZ, PROFITABILITÄT UND LIQUIDITÄT

  • Umsatzwachstum (währungsbereinigt) um 7 % auf 17,5 Mrd. Euro, 810 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion (-1,1 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019)
  • Betriebsgewinn steigt um 10 % auf 1.274 Mio. Euro; operative Marge bei 7,3 % (+50 BP gegenüber Vorjahr)
  • Nettoergebnis (Konzernanteil) und Ergebnis pro Aktie steigen um 17 % auf 701 Mio. Euro bzw. 5,11 Euro
  • Netto-Cashflow steigt um 21 % auf 528 Mio. Euro.
  • Solide Finanzstruktur mit Nettoverschuldung zum Jahresende von 0,2x EBITDA

WEITERES JAHR MIT HOHEM AUFTRAGSEINGANG

  • Auftragseingang im Dreijahreszeitraum (2016-2018) 63 Mrd. Euro: bestes Ergebnis bislang, unterstützt durch branchenweit führende Ausführung und starke Fokussierung auf Gesamtkundenzufriedenheit

DIVIDENDENVORSCHLAG 1,25 EURO JE AKTIE

  • 14 % mehr als im Vorjahr, entspricht Ausschüttungsquote von 24 %
  • Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 28. Mai in Nanterre

LEITLINIEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 (einschließlich Auswirkungen der Einführung von IFRS16 zum 1. Januar 2019)

In einem nach wie vor unsicheren Umfeld und unter der Annahme, dass die weltweite Automobilproduktion 2019 gegenüber 2018 um 1 % sinken soll:

  • Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2019 (währungsbereinigt) sollte das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 150 bis 350 BP übersteigen (ohne Clarion-Konsolidierung)
  • Betriebsgewinn sollte im Wert steigen und operative Marge sollte bei mindestens 7 % (einschließlich Clarion-Konsolidierung ab 1. April) liegen
  • Netto-Cashflow sollte mindestens 500 Mio. Euro betragen (einschließlich Clarion-Konsolidierung ab dem 1. April)

 

Patrick Koller, CEO von Faurecia:
„2018 konnten wir trotz eines im zweiten Halbjahr verschlechterten Umfelds erneut alle unsere Finanzziele für das Jahr erreichen – ein Beleg, wie flexibel und widerstandsfähig das Geschäftsmodell von Faurecia ist. Darüber hinaus konnten wir erneut einen hohen Auftragseingang verzeichnen. Darin enthalten ist ein signifikanter Beitrag aus unseren New Value Spaces, der unser zukünftiges rentables Wachstum sicherstellt. Ich danke allen Mitarbeitern von Faurecia für ihren Beitrag zu dieser Leistung.
Für 2019 gehen wir in einem sehr unsicheren Umfeld von einer leicht negativen Automobilproduktion aus. Wir sind entschlossen, auch in diesem Kontext erneut die Widerstandsfähigkeit von Faurecia unter Beweis zu stellen. Wir werden uns besser entwickeln als der Markt und eine starke Rentabilität und Cash-Generierung aufrechterhalten. Gleichzeitig werden wir unsere Strategien „Cockpit der Zukunft“ und „Nachhaltige Mobilität“ weiterentwickeln. Die Übernahme von Clarion, die im ersten Quartal abgeschlossen werden soll, wird uns in die Lage versetzen, ein weltweit führender Anbieter von elektronischen Cockpit-Systemen zu werden.“

 

 

 

 

 

 

 

WESENTLICHE KENNZAHLEN

in Mio. Euro

2017*

2018

Veränderung

Umsatz

16.962,1

17.524,7

+7,0 %**

Betriebsgewinn

1.157,6

1.273,9

+10,0 %

Anteil am Umsatz in %

6,8 %

7,3 %

+50 BP

Nettoergebnis, Konzernanteil

599,4

700,8

+16,9 %

Netto-Cashflow

435,3

528,1

+21,3 %

Nettoverschuldung am Ende der Periode

451,5

477,7

+5,8 %

* Die Anwendung von IFRS15 führte zu Anpassungen der im Februar 2018 berichteten Zahlen für 2017; eine Tabelle im Anhang zeigt die Zahlen für 2017, die angepasst wurden.

** währungsbereinigt

Alle Definitionen werden am Ende dieser Pressemitteilung im Abschnitt „Definitionen der in diesem Dokument verwendeten Begriffe“ erläutert.

  • Der konsolidierte Jahresabschluss 2018 wurde vom Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 15. Februar 2019 unter dem Vorsitz von Michel de Rosen genehmigt und geprüft.
  • Auswirkungen der Einführung von IFRS15:
    • 2017 hat Faurecia die Rechnungslegungsvorschrift IFRS15 bereits teilweise durch die Darstellung der Umsatzerlöse als „Wertschöpfungsumsatz“, d.h. „Gesamtumsatz“ abzüglich „Monolithen“, für die Faurecia als Agent tätig ist, vorweggenommen.
    • Hinzu kommt ab dem 1. Januar 2018 mit der Anwendung von IFRS15:
      • Erlöse aus dem Werkzeugbau werden zum Zeitpunkt der Übergabe der Kontrolle an den Kunden (PPAP = Production Part Approval Process), kurz vor der Serienproduktion, erfasst
      • Entwicklungskosten werden als Rüstkosten für die Serienteilefertigung erfasst, die entsprechenden Umsätze sind im Produktumsatz enthalten
    • Eine Tabelle im Anhang enthält für 2017:
      • Umsatzzahlen nach Quartalen/Regionen/Geschäftsgruppen, angepasst an die IFRS15-Anwendung
      • Betriebsgewinn nach Regionen/Geschäftsbereichen, angepasst an die IFRS15-Anwendung
      • Auswirkungen sind nicht wesentlich
  • Auswirkungen aktueller Investitionen: Im Jahr 2018 belief sich der Umsatzbeitrag der ergänzenden Akquisitionen auf 442 Mio. Euro bzw. 2,6 % des Umsatzes 2017 und umfasst im Wesentlichen:
    • Hug Engineering (Clean Mobility/Europa) für 56 Mio. Euro
    • BYD (Seating / Asia) für 135 Mio. Euro
    • JV mit Wuling (Seating/Asien) für 90 Mio. Euro
    • JV mit Wuling (Interiors/Asien) für 39 Mio. Euro
    • Coagent (Interiors/Asien) für 109 Mio. Euro
  • Der Betriebsgewinn als hauptsächlicher Leistungsindikator von Faurecia ist der Betriebsgewinn vor Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte (PPA)
  • Alle Angaben zum Wachstum der Automobilproduktion beziehen sich auf IHS Markit Januar 2019 (Fahrzeugsegment nach CAAM für China)

 

ALLE FINANZZIELE FÜR 2018 TROTZ GEGENWIND IM ZWEITEN HALBJAHR ERREICHT

  • Umsatz von 17.525 Mio. Euro (währungsbereinigt) um 7,0 % gestiegen, 810 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion (-1,1 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019) (ursprüngliche Zielsetzung: mindestens +8 % (währungsbereinigt) oder mindestens 600 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion)
  • Operative Marge von 7,3 % des Umsatzes mit Anstieg des Betriebsgewinns um 10 % auf 1.274 Mio. Euro (ursprüngliche Zielsetzung: mindestens 7,2 % des Umsatzes)
  • Netto-Cashflow von 528 Mio. Euro, plus 21,3 % (ursprüngliche Zielsetzung: über 500 Mio. Euro)
  • Ergebnis je Aktie 5,11 Euro mit Nettoergebnis, Konzernanteil steigt um 17 % auf 701 Mio. Euro (ursprüngliche Zielsetzung: über 5,00 Euro)

Trotz Gegenwinds in der zweiten Jahreshälfte wurden alle Finanzziele 2018 erreicht: Die weltweite Automobilproduktion, die bis zur Jahresmitte um rund 2 % wachsen sollte, ging gegenüber 2017 um 1,1 % zurück (Quelle: IHS Markit Januar 2019). Getragen wurde diese Verschlechterung in der zweiten Jahreshälfte hauptsächlich von Westeuropa, das von Auswirkungen des WLTP-Verfahrens für die Produktion betroffen war, und von China, das von einer Konjunkturabschwächung betroffen war.

Die Fähigkeit von Faurecia, die Finanzziele für 2018 trotzdem zu erreichen, zeigt die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells und seine Flexibilität, sich an volatile Marktbedingungen anzupassen.

 

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS IM ZWEITEN HALBJAHR 2018:

WACHSTUM DES UMSATZES (Währungsbereinigt) UM 3,1 % UND OPERATIVE MARGE BEI 7,3 % (+50 BP)

Der Umsatz von Faurecia erreichte im zweiten Halbjahr 2018 8.533 Mio. Euro und stieg damit auf Basis veröffentlichter Zahlen um 1,4 % und währungsbereinigt um 3,1 %, 750 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion (-4,4 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019)

  • Alle Geschäftsbereiche (währungsbereinigt): Seating und Clean Mobility wuchsen um 6,4 % bzw. 4,7 %, während Interiors um 2,3 % zurückging, beeinflusst durch die hohe Vergleichsbasis des zweiten Halbjahres 2017, die einen Rekordumsatz im Bereich Werkzeugbau enthielt
  • Nach Regionen (währungsbereinigt): Europa blieb weitgehend unverändert (-0,2 %), während Nordamerika um 2,9 %, Asien um 11,2 % (einschließlich China um 13,2 %, getrieben durch ergänzende Akquisitionen) und Südamerika um 18,3 % wuchs

Der Betriebsgewinn von Faurecia stieg um 9,0 % auf 627 Mio. Euro in H2 2018; die operative Marge stieg um 50 BP auf 7,3 % des Umsatzes

  • Alle Geschäftsbereiche meldeten verbesserte Rentabilität gegenüber dem Vorjahr
  • Alle Regionen (mit Ausnahme von Asien, das jedoch weiterhin eine zweistellige Rentabilität aufweist) meldeten verbesserte Rentabilität gegenüber dem Vorjahr

 

OPERATIVES KONZERNERGEBNIS IM GESCHÄFTSJAHR 2018:

WACHSTUM DES UMSATZES (WÄHRUNGSBEREINIGT) UM 7,0 % UND OPERATIVE MARGE BEI 7,3 % (+50 BP)

Der Umsatz von Faurecia erreichte im Geschäftsjahr 2018 17.525 Mio. Euro und stieg damit auf Basis veröffentlichter Zahlen um 3,3 % und währungsbereinigt um 7,0 %, 810 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion (-1,1 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019).

  • Alle Geschäftsbereiche verzeichneten Wachstum (währungsbereinigt): Seating wuchs um 7,6 %, Interiors um 6,0 % und Clean Mobility um 7,2 %
  • Alle Regionen verzeichneten Wachstum (währungsbereinigt): Europa wuchs um 5,4 %, Nordamerika um 4,6 %, Asien um 13,9 % (einschließlich China um 13,9 %, getrieben durch ergänzende Akquisitionen) und Südamerika um 17,7 %

Ergänzende Akquisitionen trugen 442 Mio. Euro zum währungsbereinigten Umsatzwachstum bei (+2,6 %, siehe Seite 2).

Währungskursänderungen hatten einen negativen Nettoeffekt von 631 Mio. Euro (-3,7 %), wovon zwei Drittel auf USD (im ersten Halbjahr), ARS und BRL entfielen.

Der Betriebsgewinn von Faurecia stieg um 10,0 % auf 1.274 Mio. Euro in FY 2018; die operative Marge stieg um 50 BP auf 7,3 % des Umsatzes – eine Rekordrentabilität für Faurecia.

  • Alle Geschäftsbereiche verbesserten die Rentabilität gegenüber dem Vorjahr
  • Nach Regionen: Europa und Nordamerika verbesserten die Rentabilität, beide mehr als 6 % des Umsatzes, und Südamerika bestätigte seinen Turnaround von einem operativen Verlust im Jahr 2016 auf eine operative Marge von 1,6 % im Jahr 2017 und 3,4 % im Jahr 2018, während Asien eine zweistellige operative Marge von 11,3 % des Umsatzes, leicht unter dem Wert von 2017, bestätigte

 

2018 WEITERES STARKES JAHR BEIM AUFTRAGSEINGANG MIT EINEM REKORDSTAND VON 63 MRD. EURO IM DREIJAHRESZEITRAUM (2016-2018)

2018 verzeichnete Faurecia erneut starke Geschäftsabschlüsse mit einem rollierenden Auftragseingang im Dreijahreszeitraum (2016-2018) von 63 Mrd. Euro Lebenszeitumsatz, obwohl rund 4 Mrd. Euro an Beschaffungsentscheidungen auf 2019 verschoben wurden. Nicht enthalten ist die Übertragung des Seating-Geschäftsbereichs von Volkswagen Chattanooga auf Faurecia – ein nicht konsolidiertes US-Minderheitsunternehmen –, das 1,3 Mrd. Euro Lebenszeitumsatz ausmacht.

Diese Zahl zeigt die Fähigkeit von Faurecia, neue Geschäftsbereiche und Kunden zu gewinnen, und erhöht das Vertrauen in profitable Wachstumsperspektiven.

 

UMSATZ UND RENTABILITÄT NACH REGIONEN

Europa (51 % des Konzernumsatzes)

Der Umsatz (währungsbereinigt) steigt um 5,4 % und Betriebsgewinn um 8 % auf 6,4 % des Umsatzes (+20 BP gegenüber dem Vorjahr).

  • Der Umsatz belief sich 2018 auf 8.858 Mio. Euro im Vergleich zu 8.503 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017. Er stieg um 4,2 % auf Basis der veröffentlichten Zahlen und währungsbereinigt um 5,4 %. Er übertraf damit die Automobilproduktion in Europa (inkl. Russland) um 660 BP (-1,2 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019).
  • Der Umsatz enthielt einen negativen Einfluss von 107 Mio. Euro (-1,3%) aus Währungseffekten (hauptsächlich russischer Rubel und türkische Lira) und einen positiven Beitrag von 56 Mio. Euro (+0,7%) aus ergänzenden Akquisitionen (Hug Engineering).
  • Rund 2/3 des währungsbereinigten Umsatzwachstums entfielen auf den Geschäftsbereich Seating, insbesondere mit den erfolgreichen Modellen PSA 3008 und 5008 sowie dem Geschäft mit Komplett-Sitzen in Lozorno für VW (Audi Q8, VW Touareg und Porsche Cayenne). Interiors und Clean Mobility trugen im Gesamtjahr gleichermaßen bei.
  • Der Betriebsgewinn erreichte 2018 565,9 Mio. Euro (2017: 524,0 Mio. Euro) und entsprach 6,4 % des Umsatzes. Dies entspricht einer Steigerung von 20 BP gegenüber dem Vorjahr, mit einer Verbesserung sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr trotz eines niedrigeren Umsatzes im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr.

Nordamerika (25 % des Konzernumsatzes)

Umsatz (währungsbereinigt) steigt um 4,6 % und Betriebsgewinn um 16 % auf 6,5 % des Umsatzes (+90 BP gegenüber dem Vorjahr).

  • Der Umsatz belief sich 2018 auf 4.474 Mio. Euro gegenüber 4.473 Mio. Euro im Jahr 2017. Auf Basis veröffentlichter Zahlen blieb er nahezu unverändert, stieg währungsbereinigt um 4,6 % und übertraf die Automobilproduktion in Nordamerika um 520 BP (-0,6 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019).
  • Der Umsatz enthielt einen negativen Einfluss des US-Dollars in Höhe von 207 Mio. Euro (-4,6 %).
  • Das währungsbereinigte Umsatzwachstum wurde von Interiors (hauptsächlich auf FCA mit den neuen RAM-Modellen und die schrittweise Normalisierung der Tesla-Modell-3-Produktion zurückzuführen) und Clean Mobility (ebenfalls überwiegend auf FCA mit den neuen RAM-Modellen zurückzuführen) getragen. Der Bereich Seating lag unter dem Vorjahresniveau, beeinflusst durch die Brandkatastrophe im Magnesiumwerk Meridian im ersten Halbjahr und durch den erwarteten und schrittweisen Ausstieg aus dem Daimler GLE/GLS ab dem zweiten Halbjahr.
  • Der Betriebsgewinn erreichte 2018 289,7 Mio. Euro (gegenüber 249,6 Mio. Euro im Jahr 2017) und entsprach 6,5  % des Umsatzes, ein Anstieg von 90 BP gegenüber dem Vorjahr, wobei sich sowohl das erste Halbjahr als auch das zweite Halbjahr deutlich verbesserten.

Asien (19 % des Konzernumsatzes, inkl. China, das 77 % des Umsatzes der Region ausmacht, d.h. 14 % des Konzernumsatzes)

Der Umsatz (währungsbereinigt) steigt um 13,9 % und der Betriebsgewinn um 8 % auf 11,3 % des Umsatzes (-30 BP gegenüber dem Vorjahr).

  • Der Umsatz belief sich 2018 auf 3.257 Mio. Euro gegenüber 2.933 Mio. Euro im Jahr 2017. Er stieg um 11,1 % auf Basis veröffentlichter Zahlen und währungsbereinigt um 13,9 %. Er übertraf damit die Automobilproduktion in Asien deutlich (-1,5 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019).
  • Der Umsatz enthielt einen negativen Einfluss von 85 Mio. Euro (-2,9 %) aus Währungseffekten (hauptsächlich chinesischer Yuan) und einen positiven Beitrag von 386 Mio. Euro (+13,2 %) aus ergänzenden Akquisitionen (zwei Joint Ventures mit Wuling + BYD + Coagent).
  • Das währungsbereinigte Wachstum wurde hauptsächlich von Seating und den Umsätzen mit chinesischen OEMs getragen, die sich auf 716 Mio. Euro beliefen und währungsbereinigt um 107 % stiegen, was 29 % des Umsatzes in China entspricht. Der Gesamtumsatz in China betrug fast 2,5 Mrd. Euro und stieg währungsbereinigt um 13,9 %. Er trug 77 % zum Umsatz der Region und 14 % zum Konzernumsatz bei.
  • Der Betriebsgewinn erreichte 2018 367,0 Mio. Euro (gegenüber 339,2 Mio. Euro im Jahr 2017) und entsprach 11,3 % des Umsatzes, was einem Rückgang von 30 BP gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Südamerika (4 % des Konzernumsatzes)

Der Umsatz (währungsbereinigt) steigt um 17,7 % und das Betriebsgewinn um 92 % auf 3,4 % des Umsatzes (+180 BP gegenüber dem Vorjahr).

  • Der Umsatz belief sich 2018 auf 714 Mio. Euro gegenüber 794 Mio. Euro im Jahr 2017. Er sank um 10,0 % auf Basis veröffentlichter Zahlen und währungsbereinigt um 17,7 %. Er übertraf damit die Automobilproduktion in Südamerika deutlich (+3,1 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019).
  • Der Umsatz enthielt einen negativen Einfluss von 220 Mio. Euro (-27,7 %) aus Währungseffekten (fast zu gleichen Teilen argentinischer Peso und brasilianischer Real).
  • Das währungsbereinigte Umsatzwachstum wurde hauptsächlich von Seating und Clean Mobility getragen.
  • Der Betriebsgewinn erreichte 2018 24,6 Mio. Euro (gegenüber 12,8 Mio. Euro im Jahr 2017) und entsprach 3,4 % des Umsatzes, was einer Steigerung von 180 BP gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies bestätigt den Turnaround der Aktivitäten in Südamerika, die 2016 defizitär waren.

 

UMSATZ UND RENTABILITÄT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

Seating (43% des Konzernumsatzes)

Der Umsatz (währungsbereinigt) steigt um 7,6 % und das Betriebsgewinn um 11 % auf 6,0 % des Umsatzes (+30 BP gegenüber Vorjahr).

  • Der Umsatz belief sich 2018 auf 7.438 Mio. Euro gegenüber 7.129 Mio. Euro im Jahr 2017. Er stieg auf Basis veröffentlichter Zahlen um 4,3 % und währungsbereinigt um 7,6 % und übertraf damit das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 870 BP (-1,1 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019). Der Umsatz enthielt einen negativen Einfluss von 237 Mio. Euro (-3,3 %) aus Währungseffekten und einen positiven Beitrag von 225 Mio. Euro (+3,2 %) aus ergänzenden Akquisitionen.
  • Nach Regionen und zu konstanten Wechselkursen:
    • Asien und Südamerika wuchsen zweistellig um 30,7 % bzw. 34,5 %,
    • Europa wuchs um 7,7 %, hauptsächlich getrieben von PSA und VW,
    • Nordamerika verzeichnete einen Rückgang von 6,9 %, beeinflusst durch die Brandkatastrophe im Magnesiumwerk Meridian im ersten Halbjahr und durch den erwarteten und schrittweisen Ausstieg aus Daimler GLE/GLS ab dem zweiten Halbjahr.
  • Der Betriebsgewinn erreichte 2018 448,5 Mio. Euro (gegenüber 404,4 Mio. Euro im Jahr 2017) und entsprach 6,0 % des Umsatzes, was einem Anstieg von 30 BP gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Interiors (31 % des Konzernumsatzes)

Der Umsatz (währungsbereinigt) steigt um 6,0 % und der Betriebsgewinn um 9 % auf 6,0 % des Umsatzes (+40 BP gegenüber dem Vorjahr).

  • Der Umsatz belief sich 2018 auf 5.472 Mio. Euro gegenüber 5.367 Mio. Euro im Jahr 2017. Er stieg auf Basis veröffentlichter Zahlen um 1,9 % und währungsbereinigt um 6,0 % und übertraf damit das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 710 BP (-1,1 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019).
  • Der Umsatz enthielt einen negativen Einfluss von 220 Mio. Euro (-4,1 %) aus Währungseffekten und einen positiven Beitrag von 160 Mio. Euro (+3,0 %) aus ergänzenden Akquisitionen.
  • Alle Regionen trugen zu einem währungsbereinigten Wachstum bei:
    • Europa: +2,8 %
    • Nordamerika: +14,4 %
    • Asien: +8,2 %
    • Südamerika: +5,7 %
  • Der Betriebsgewinn erreichte 2018 325,6 Mio. Euro (gegenüber 299,8 Mio. Euro im Jahr 2017) und entsprach 6,0 % des Umsatzes, was einem Anstieg von 40 BP gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Clean Mobility (26% des Konzernumsatzes)

Der Umsatz (währungsbereinigt) steigt um 7,2 % und der Betriebsgewinn um 10 % auf 10,8 % des Umsatzes (+60 BP gegenüber dem Vorjahr).

  • Der Umsatz belief sich 2018 auf 4.615 Mio. Euro gegenüber 4.466 Mio. Euro im Jahr 2017. Er stieg auf Basis veröffentlichter Zahlen um 3,3 % und währungsbereinigt um 7,2 % und übertraf damit das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 830 BP (-1,1 %, Quelle: IHS Markit Januar 2019). Der Umsatz enthielt einen negativen Einfluss von 174 Mio. Euro (-3,9 %) aus Währungseffekten und einen positiven Beitrag von 56 Mio. Euro (+1,3 %) aus ergänzenden Akquisitionen.
  • Alle Regionen trugen zu einem währungsbereinigten Wachstum bei:
    • Europa: +5,4 %
    • Nordamerika: +10,9 %
    • Asien: +2,3 %
    • Südamerika: +37,2 %
  • Der Betriebsgewinn erreichte 2018 499,8 Mio. Euro (gegenüber 453,4 Mio. Euro im Jahr 2017) und entsprach 10,8 % des Umsatzes, was einem Anstieg von 60 BP gegenüber dem Vorjahr entspricht.

 

NETTOERGEBNIS (KONZERNANTEIL) STEIGT UM 17 % AUF 701 MIO. EURO

ERGEBNIS PRO AKTIE STEIGT UM 17% AUF 5,11 EURO

Der Betriebsgewinn des Konzerns belief sich auf 1.273,9 Mio. Euro und stieg damit um 10 % im Vergleich zu 1.157,6 Mio. Euro im Jahr 2017.

  • Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden: Nettoaufwand von 10,9 Mio. Euro gegenüber einem Nettoaufwand von 1,2 Mio. Euro im Jahr 2017; der Anstieg ist hauptsächlich auf Coagent für 6,7 Mio. Euro und Hug Engineering für 3,4 Mio. Euro zurückzuführen.
  • Restrukturierungskosten: Nettobelastung von 100,8 Mio. Euro gegenüber einer Nettobelastung von 85,0 Mio. Euro im Jahr 2017; der Anstieg spiegelt im Wesentlichen die Maßnahmen zur Anpassung an ein sich verschlechterndes Umfeld im zweiten Halbjahr 2018 wider.
  • Sonstige einmalige betriebliche Erträge und Aufwendungen:  Nettoaufwand von 46,5 Mio. Euro gegenüber einem Nettoaufwand von 11,2 Mio. Euro im Jahr 2017; im Jahr 2018 war ein Aufwand von 16,9 Mio. Euro aufgrund des Abbaus der Aktivitäten im Iran und ein Aufwand von 8,8 Mio. Euro aufgrund der Beilegung von Kartellverfahren enthalten.
  • Finanzergebnis: Nettobelastung von 163,8 Mio. Euro gegenüber einer Nettobelastung von 131,3 Mio. Euro im Jahr 2017; 2018 war eine Belastung von 20,1 Mio. Euro aufgrund einer Darlehensabschreibung im Zusammenhang mit Amminex, eine Belastung von 5,7 Mio. Euro aufgrund von Hyperinflation in Argentinien und eine Belastung von 5,5 Mio. Euro aufgrund der im ersten Halbjahr 2018 durchgeführten Refinanzierungsgeschäfte enthalten.
  • Ertragsteuern: Nettobelastung von 190,0 Mio. Euro (20,0 % des Ergebnisses vor Steuern) gegenüber einer Nettobelastung von 260,7 Mio. Euro im Jahr 2017 (28,1 % des Ergebnisses vor Steuern); 2018 war der Ansatz aktiver latenter Steuern in Frankreich enthalten und der erwartete Steuersatz sollte 2019 wieder auf ein normalisiertes Niveau von 25 % sinken.
  • Anteil am Jahresüberschuss von assoziierten Unternehmen: Gewinn von 31,4 Mio. Euro gegenüber einem Gewinn von 34,6 Mio. Euro im Jahr 2017.

Das Nettoergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen betrug 793,3 Mio. Euro und stieg damit um 13% gegenüber einem Gewinn von 702,9 Mio. Euro im Jahr 2017.

2017 enthielt der Jahresüberschuss eine begrenzte Belastung von 7,4 Mio. Euro, die auf eine geringfügige Anpassung des im Jahr 2016 erfolgten Verkaufs des Bereichs Automotive Exteriors zurückzuführen ist.

Der Jahresüberschuss vor Minderheitsanteilen betrug 793,3 Mio. Euro und stieg damit um 14 % gegenüber einem Gewinn von 695,5 Mio. Euro im Jahr 2017.

Die Anteile anderer Gesellschafter beliefen sich auf 92,5 Mio. Euro gegenüber 96,1 Mio. Euro im Jahr 2017.

Das Nettoergebnis (Konzernanteil) betrug 700,8 Mio. Euro und stieg damit um 17 % gegenüber einem Gewinn von 599,4 Mio. Euro im Jahr 2017.

Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) lag bei 5,11 Euro und stieg damit um 17 % gegenüber 4,37 Euro im Jahr 2017.
 

SOLIDE FINANZSTRUKTUR UND HOHE FINANZIELLE FLEXIBILITÄT

Das EBITDA betrug 2.140,6 Mio. Euro und stieg damit um 10 % gegenüber 1.950,9 Mio. Euro im Jahr 2017.

  • Die Investitionen beliefen sich auf 673,3 Mio. Euro gegenüber einem Abfluss von 738,6 Mio. Euro im Jahr 2017, was auf eine verbesserte Standardisierung und Wiederverwendung von Vermögenswerten sowie auf Sales-and-Lease-Back-Aktivitäten zurückzuführen ist.
  • Die aktivierten F&E-Mittel flossen in Höhe von 592,7 Mio. Euro ab, gegenüber einem Mittelabfluss von 647,9 Mio. Euro im Jahr 2017.
  • Die Veränderung des Bedarfs an Betriebskapital verursachte einen Zufluss von 80,3 Mio. Euro gegenüber einem Zufluss von 337,5 Mio. Euro im Jahr 2017, was auf eine strenge Kontrolle aller Positionen zurückzuführen ist.
  • Die Veränderung des Factorings verursachte einen Abfluss von 61,4 Mio. Euro (Factoring reduziert auf 977 Mio. Euro zum 31. Dezember 2018) gegenüber einem Abfluss von 7,0 Mio. Euro im Jahr 2017.
  • Die Restrukturierung führte zu einem Abfluss von 93,4 Mio. Euro gegenüber einem Abfluss von 88,3 Mio. Euro im Jahr 2017.
  • Das Finanzergebnis verursachte einen Abfluss von 107,8 Mio. Euro gegenüber einem Abfluss von 124,5 Mio. Euro im Jahr 2017.
  • Die Ertragsteuern verursachten einen Abfluss von 260,9 Mio. Euro gegenüber einem Abfluss von 286,5 Mio. Euro im Jahr 2017.

Der Netto-Cashflow lag bei 528,1 Mio. Euro, ein Plus von 21 % gegenüber 435,3 Mio. Euro im Jahr 2017, was 3,0 % des Umsatzes gegenüber 2,6 % des Umsatzes im Jahr 2017 entspricht.

  • Die gezahlte Dividende (inkl. Minderheiten) entsprach einem Abfluss von 210,6 Mio. Euro (151 Mio. Euro an Faurecia-Aktionäre +60 Mio. Euro an Minderheiten) gegenüber einem Abfluss von 186,1 Mio. Euro im Jahr 2017.
  • Der Aktienkauf verursachte einen Abfluss von 47,8 Mio. Euro gegenüber einem Abfluss von 40,1 Mio. Euro im Jahr 2017.
  • Die Netto-Finanzinvestitionen und sonstigen Zahlungsmittel verursachten einen Mittelabfluss von 295,8 Mio. Euro gegenüber einem Mittelabfluss von 319,2 Mio. Euro im Jahr 2017. Der Mittelabfluss 2018 umfasste hauptsächlich die Erhöhung auf 100 % bei Parrot Automotive und die Übernahme von Hug Engineering und BYD, während der Mittelabfluss 2017 hauptsächlich die Erstinvestition in Parrot Automotive, die Erhöhung von 35 % auf 51 % beim Joint Venture für das Werk FCA-Pernambuco und die 50,1 %-ige Beteiligung an Coagent umfasste.

Zum 31. Dezember 2018 beliefen sich die Nettofinanzschulden des Konzerns auf 477,7 Mio. Euro gegenüber 451,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017. Sie standen für 0,2x EBITDA, eine stabile Quote gegenüber dem Vorjahr.

Was die Finanzierung betrifft, so war Faurecia auch 2018 aktiv, um die Finanzstruktur und Flexibilität zu stärken, die Schuldenlaufzeit zu verlängern, die wirtschaftlichen Bedingungen zu verbessern und die Finanzierung der geplanten Clarion-Akquisition sicherzustellen:

  • Im Februar und März emittierte Faurecia eine 700 Mio. Euro Anleihe mit Fälligkeit 2025 zu 2,625 % und nutzte den Erlös aus dieser Anleihe zusammen mit den verfügbaren liquiden Mitteln, um alle sämtliche 700 Mio. Euro Anleihen mit Fälligkeit 2022 zu 3,125 % zurückzuzahlen.
  • Im Juni verbesserte Faurecia die Bedingungen und verlängerte die Laufzeit ihrer nicht in Anspruch genommenen syndizierten Kreditfazilität in Höhe von 1,2 Mrd. Euro von Juni 2021 bis Juni 2023 mit zwei optionalen einjährigen Verlängerungen.
  • Im Oktober sicherte sich Faurecia die Finanzierung der geplanten Clarion-Akquisition durch einen einjährigen Überbrückungskredit mit der Option, diesen auf Initiative von Faurecia zweimal 6 Monate zu verlängern.
  • Im Dezember emittierte Faurecia ein 700 Mio. Euro Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten zwischen 4 und 6 Jahren (durchschnittlich 5 Jahre) und einer durchschnittlichen Marge von weniger als 180 BP (komplementäre Refinanzierung nach der Akquisition).

Mithilfe der jüngsten Refinanzierungsgeschäfte hat Faurecia die durchschnittlichen langfristigen Finanzierungskosten unter 3 % gesichert und hat keine nennenswerte langfristige Schuldentilgung vor Juni 2023.

  • Über 70 % der durch Anleihen besicherten Bruttoverschuldung: 700 Mio. Euro Anleihen, die im Juni 2016 zu 3,625 % (Laufzeit Juni 2023, kündbar Juni 2019) und 700 Mio. Euro Anleihen, die im Februar 2018 zu 2,625 % (Laufzeit Juni 2025, kündbar Juni 2021) begeben wurden,
  • Hohe finanzielle Flexibilität durch eine nicht in Anspruch genommene syndizierte Kreditlinie über 1,2 Mrd. Euro mit Fälligkeit Juni 2023,
  • Deutliche Verbesserung der Konditionen durch die jüngsten Refinanzierungsaktivitäten,
  • Faurecia achtet weiterhin auf die Marktchancen, um seine Finanzstruktur weiter zu stärken.

Die Ratings und der Ausblick von Faurecia wurden von allen drei Ratingagenturen nach der Ankündigung des Projekts zur Übernahme von Clarion bestätigt.

 

UPDATE ZUR CLARION-AKQUISITION

Am 26. Oktober 2018 gab Faurecia sein Vorhaben zur Übernahme von Clarion bekannt, einem bedeutenden japanischen Anbieter von In-Vehicle-Infotainment (IVI), volldigitalen Audiosystemen, HMI- und fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen, Konnektivität und cloudbasierten Diensten (siehe Pressemitteilung auf www.faurecia.com sowie www.faurecia.de).

Diese Übernahme wird das Angebot von Faurecia zur Integration von Cockpitsystemen stärken und seine Strategie beschleunigen, ein führender Anbieter von Cockpit-Elektronik zu werden.

Am 30. Januar 2019 startete Faurecia nach Freigabe durch die Kartellbehörden sein Übernahmeangebot für den Erwerb aller Aktien von Clarion zu einem Preis von 2.500 Yen pro Aktie. Gemäß der am 26. Oktober 2018 unterzeichneten Vereinbarung verpflichtete sich Hitachi, alle seine Aktien, die 63,8 % des Aktienkapitals von Clarion ausmachen, zum Angebot von Faurecia anzudienen. Faurecia beabsichtigt, ein Squeeze-out-Verfahren durchzuführen, um alle verbleibenden Aktien von Clarion zu erwerben, soweit dies nach dem Übernahmeangebot erforderlich ist.

Nach dem im März erwarteten Abschluss wird Faurecia eine neue Geschäftsgruppe mit Sitz in Japan gründen, die unter dem Namen „Faurecia Clarion Electronics“ firmiert und Clarion, Parrot Faurecia Automotive und Coagent zusammenfasst. Diese Geschäftsgruppe wird fast 9.200 Mitarbeiter beschäftigen, darunter mehr als 1.650 Ingenieure, und soll bis 2022 einen Umsatz von über 2 Mrd. Euro erwirtschaften.

 

AUSWIRKUNGEN VON IFRS16

Ab dem 1. Januar 2019 wird die Rechnungslegung von Faurecia den neuen Standard IFRS16 für Leasingverhältnisse anwenden.

Infolgedessen werden alle Leasingverträge in der Bilanz mit einem „Recht zur Nutzung“ des Vermögenswertes als Vermögenswert und einer entsprechenden Verbindlichkeit bilanziert, die die Verpflichtung zur Zahlung der zukünftigen Leasingverträge darstellt.

Faurecia wird die vereinfachte retrospektive Methode anwenden, nach der es keine Pro-forma-Ergebnisse des Vorjahres gibt.

Die Auswirkungen von IFRS16 auf die Nettoverschuldung von Faurecia zum 1. Januar 2019 werden voraussichtlich zu einem Anstieg zwischen 650 und 700 Mio. Euro führen.

Die anderen betroffenen Hauptindikatoren sind:

  • EBITDA = starke Verbesserung
  • Betriebsgewinn = Verbesserung
  • Finanzierungskosten = Verschlechterung
  • Netto-Cashflow = Verbesserung

 

DIVIDENDENVORSCHLAG VON 1,25 EURO JE AKTIE, 14 % MEHR ALS IM VORJAHR

Der Vorstand wird der nächsten Hauptversammlung am 28. Mai in Nanterre die Ausschüttung einer Dividende von 1,25 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung von 14 % gegenüber der im Vorjahr gezahlten Dividende von 1,10 Euro. Sie wird Anfang Juni in bar ausgezahlt. Die Dividendenerhöhung spiegelt das Vertrauen der Gruppe in ihre Fähigkeit wider, profitables Wachstum und einen verbesserten Cashflow zu erzielen sowie ihr Engagement für die Schaffung von Shareholder Value.

 

AUSBLICK

Im derzeit unsicheren Umfeld geht Faurecia davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion 2019 gegenüber 2018 um 1 % sinken wird. Dabei ist ein schwieriges erstes Halbjahr und ein Wiederaufnahme des Wachstums im zweiten Halbjahr zu erwarten.

Basierend auf dieser Annahme und unter Einbeziehung der Auswirkungen der Einführung von IFRS16 zum 1. Januar 2019 setzt sich Faurecia für das Gesamtjahr 2019 folgende Finanzziele:

  • Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2019 (währungsbereinigt) sollte das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 150 bis 350 BP übersteigen (ohne Clarion-Konsolidierung)
  • Die Umsatzentwicklung im Jahr 2019 wird durch den Einmaleffekt aus der Einstellung der Produktion von zwei Seating-Programmen in Nordamerika und Europa beeinflusst (was ca. 200 BP Umsatzwachstum entspricht). Seating wird das Wachstum im Jahr 2020 wieder aufnehmen und 2021 weiter beschleunigen aufgrund des Produktionsstarts wichtiger globaler Rahmenprogramme. Dies führt zu einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum der Seating-Aktivitäten von 600 bis 800  BP (währungsbereinigt) zwischen 2019 und 2021.
  • Betriebsgewinn im Geschäftsjahr 2019 sollte im Wert steigen und operative Marge sollte bei mindestens 7 % (einschließlich Clarion-Konsolidierung ab 1. April) liegen
  • Netto-Cashflow im Geschäftsjahr 2019 sollte mindestens 500 Mio. Euro betragen (einschließlich Clarion-Konsolidierung ab dem 1. April)

Wichtigste Währungsannahmen: USD/Euro @ 1,20 durchschnittlich und CNY/Euro @ 7,80 durchschnittlich

Am 26. November veranstaltet Faurecia in Paris einen Capital Markets Day:

  • Strategische Roadmap und mittelfristige Ziele für die neue Geschäftsgruppe „Faurecia Clarion Electronics“, die Clarion, Parrot Automotive und Coagent integriert,
  • Neue mittelfristige Konzernziele: Aufgrund der Änderung des Begrenzungsrahmens, der ab dem 1. April wirksam sein soll, sind die auf dem Investor Day vom 15. Mai 2018 vorgestellten Finanzziele 2020 nicht mehr relevant und es werden neue mittelfristige Finanzziele vorgestellt.

 

 

Die Finanzpräsentation und der Finanzbericht von Faurecia sind heute um 10:00 Uhr (Pariser Zeit) auf der Faurecia-Website verfügbar: www.faurecia.com.

Heute um 10:00 Uhr (Pariser Zeit) findet ein Webcast statt. Wenn Sie die Präsentation über den Webcast verfolgen möchten, klicken Sie bitte auf den folgenden Link: https://edge.media-server.com/m6/p/oeuevnbi

Die Präsentation kann auch per Telefonkonferenz verfolgt werden:

•          Frankreich: +33 (0)1 70 72 25 50

•          Großbritannien: +44 (0)330 336 9125

•          USA: +1 323 794 2093

Kein Zugangscode erforderlich. Eine Aufzeichnung wird so schnell wie möglich verfügbar sein.

 

Nächste Termine

23. April 2019:                                       Q1 2019 Verkaufsmeldung (vor den Marktzeiten)

28. Mai 2019:                                        Hauptversammlung (Nanterre)

23. Juli 2019:                                         Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Halbjahres 2019 (vor den Marktzeiten)

17. Oktober 2019:                                  Q3 2019 Verkaufsmeldung (vor den Marktzeiten)

26. November 2018:                              Kapitalmarkttag mit Schwerpunkt auf der neuen Unternehmensgruppe „Faurecia Clarion Electronics“

Kontakte
Downloads
download.success
Wir scheinen bedauerlicherweise ein kleines technisches Problem zu haben. Wollen Sie es noch einmal probieren?
Über Faurecia