Faurecia: Ergebnisse erstes Halbjahr 2018

Nanterre, Frankreich, 20.07.2018,  von Faurecia

ZWEISTELLIGES WACHSTUM BEI UMSATZ** UND BETRIEBSGEWINN IM ERSTEN HALBJAHR ANGEHOBENE JAHRESPROGNOSE

In Mio. Euro H1 2017* H1 2018 Veränderung
Umsatz* 8.545,2 8.991,3 +10,9 %**
Betriebsgewinn                                                
                    Anteil des Umsatzes in %
582,7
6,8 %
647,2
7,2 %
        +11,1 %
        +40 BP
Nettoergebnis, Konzernanteil 310,4 342,0         +10,2 %
Netto-Cashflow 210,5 247,0         +17,3 %
Nettoverschuldung am Ende der Periode 413,8 465,2         +12,4 %

* Die Anwendung von IFRS15 führte zu Anpassungen der im Juli 2017 berichteten Zahlen für 2017; eine Tabelle im Anhang zeigt die Zahlen für 2017, die angepasst wurden.
** währungsbereinigt
Alle Definitionen werden am Ende der Pressemitteilung (PDF zum Download) im Abschnitt „Definitionen der in diesem Dokument verwendeten Begriffe“ erläutert.


ZWEISTELLIGES UMSATZWACHSTUM** VON 12,4 % IM ZWEITEN QUARTAL

  • Alle drei Geschäftsbereiche verzeichneten ein solides Umsatzwachstum**, das über dem des ersten Quartals lag
  • Das Umsatzwachstum** übertraf in allen Regionen deutlich das Wachstum der lokalen Automobilproduktion

 
ZWEISTELLIGES WACHSTUM BEI UMSATZ** UND BETRIEBSGEWINN IM ERSTEN HALBJAHR

  • Starkes Umsatzwachstum** von 10,9 %, 910 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion (+1,8 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018)
  • Anstieg des Betriebsgewinns um 11,1 % und der operativen Marge um 40 BP auf 7,2 % des Umsatzes
  • Anstieg des Nettoergebnisses (Konzernanteil) um 10,2 %
  • Anstieg des Netto-Cashflows um 17,3 %

 
ANGEHOBENE ZIELE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

  • Umsatzwachstum von mindestens 8 % (währungsbereinigt) oder mindestens 600 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion (zuvor: „mindestens 7 % (währungsbereinigt) oder mindestens 500 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion“)
  • Operative Marge über 7,2 % des Umsatzes (zuvor: „über 7 % des Umsatzes“)
  • Netto-Cashflow über 500 Mio. Euro (Zielsetzung bestätigt)
  • Ergebnis je Aktie über 5,00 Euro (zuvor: „5,00 Euro“)

Patrick KOLLER, CEO von Faurecia: „Wir haben im ersten Halbjahr erneut ein sehr robustes Ergebnis erzielt, das die Ziele unserer Planung übertrifft. Unser Umsatz wuchs sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr zweistellig. Auch unsere Rentabilität verbesserte sich weiter mit einer um 40 Basispunkte höheren operativen Marge bei 7,2 %. In Anbetracht dieser starken Leistung heben wir unsere Jahresprognose an und bestätigen voll und ganz unsere Finanzziele für 2020, die wir vor kurzem auf unserem Capital Markets Day präsentiert haben.“

  • Der konsolidierte Halbjahresabschluss 2018 wurde vom Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 19. Juli 2018 unter dem Vorsitz von Michel de Rosen genehmigt. Er wurde einer eingeschränkten Prüfung durch externe Auditoren unterzogen.
  • Auswirkungen der Anwendung von IFRS15:
    • 2017 hat Faurecia die Rechnungslegungsvorschrift IFRS15 bereits teilweise durch die Darstellung der Umsatzerlöse als „Wertschöpfungsumsatz“, d.h. „Gesamtumsatz“ abzüglich „Monolithen“, für die Faurecia als Agent tätig ist, vorweggenommen.
    • Hinzu kommt ab dem 1. Januar 2018 mit der Anwendung von IFRS15:
      • Erlöse aus dem Werkzeugbau werden zum Zeitpunkt der Übergabe der Kontrolle an den Kunden (PPAP = Production Part Approval Process), kurz vor der Serienproduktion, erfasst
      • Entwicklungskosten werden als Rüstkosten für die Serienteilefertigung erfasst; die entsprechenden Umsätze sind im Produktumsatz enthalten
    • Eine Tabelle im Anhang enthält für 2017:
      • Umsatzzahlen nach Quartalen/Regionen/Geschäftsgruppen, angepasst an die IFRS15-Anwendung
      • Betriebsgewinn nach Regionen/Geschäftsbereichen, angepasst an die IFRS15-Anwendung
      • Auswirkungen sind nicht wesentlich
  • Auswirkungen aktueller Investitionen: Im ersten Halbjahr 2018 belief sich der Umsatzbeitrag der ergänzenden Akquisitionen auf 144 Mio. Euro bzw. 1,7 % des Umsatzes im ersten Halbjahr 2017:
    • Joint Venture mit Wuling 50 Mio. Euro im Geschäftsbereich Seating (23 Mio. Euro im ersten Quartal + 27 Mio. Euro im zweiten Quartal)
    • Coagent 54 Mio. Euro im Geschäftsbereich Interiors (34 Mio. Euro im ersten Quartal + 20 Mio. Euro im zweiten Quartal)
    • Joint Venture mit Wuling 14 Mio. Euro im Geschäftsbereich Interiors (nur im zweiten Quartal)
    • Hug 19 Mio. Euro im Geschäftsbereich Clean Mobility (nur im zweiten Quartal)
  • Der Betriebsgewinn als hauptsächlicher Leistungsindikator von Faurecia ist der Betriebsgewinn vor Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte (PPA).
  • Faurecia übernimmt 100 % von Parrot Automotive
    • Am 6. Juli 2018 gab Faurecia bekannt, dass eine Vereinbarung mit Parrot SA getroffen wurde, um Faurecia vorzeitig die Übernahme von 100 % der Anteile an Parrot Automotive zu ermöglichen.
    • Die Transaktion unterstreicht die Bedeutung, die Parrot Automotive für die Strategie von Faurecia rund um das Cockpit der Zukunft hat. Ziel ist, die Entwicklung von Infotainment-Lösungen auf Basis des Android-Betriebssystems durch Parrot Automotive und die Realisierung einer offenen Plattform zu beschleunigen. Die Integration der verschiedenen vernetzten Systeme und Funktionalitäten im Fahrzeuginnenraum wird die Einführung innovativer und differenzierender Lösungen für den Benutzer erleichtern, zum Beispiel für den Sitz- und Wärmekomfort, überzeugende Klangerlebnisse und neue HMI-Lösungen.
    • Das Projekt bedarf noch der Zustimmung durch die Betriebsräte von Parrot Automotive und Parrot SA sowie die Kartellbehörden. Es soll im dritten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Die Konsolidierung von Parrot Automotive im Faurecia-Konzernabschluss könnte im vierten Quartal 2018 starten.
    • Die Transaktion basiert auf einem Unternehmenswert von Parrot Automotive von 100 Mio. Euro. Dies entspricht dem Wert, der für die Beteiligung von Faurecia am Kapital von Parrot Automotive im Jahr 2017 zugrunde gelegt wurde. Der zum Zeitpunkt des Abschlusses zu zahlende Preis soll 67,5 Mio. Euro betragen.

 

KONZERNERGEBNIS IM ZWEITEN QUARTAL 2018:

Bestätigtes zweistelliges Umsatzwachstum (währungsbereinigt) von 12,4 %

Der Umsatz von Faurecia erreichte im zweiten Quartal 2018 4.677 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 12,4 % ohne Berücksichtigung negativer Währungseffekte von 4,6 % (hauptsächlich durch USD, CNY, BRL und ARS).
Dieses Wachstum übertraf das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 860 BP (+3,8 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Darin enthalten sind 87 Mio. Euro (bzw. +2,0 %) aus ergänzenden Akquisitionen. Auf Basis der der veröffentlichten Zahlen stieg der Umsatz um 7,7 %.

  • Alle Geschäftsbereiche erzielten ein solides Umsatzwachstum (währungsbereinigt), das über dem des ersten Quartals lag.
       · Seating   +10,1 % vs. +7,5 % im ersten Quartal
       · Interiors +15,4 % vs. +14,0 % im ersten Quartal
       · Clean Mobility +12,5 % vs. +6,8 % im ersten Quartal
  • Alle Regionen übertrafen das Wachstum der lokalen Automobilproduktion deutlich.
       · Europa           +12,7 % vs. IHS Juli 2018 @ +4,1 % → 860 BP Outperformance
       · Nordamerika      +8,1 %   vs. IHS Juli 2018 @ -2,5 % → 1.060 BP Outperformance
       · Asien        +18,9 % vs. IHS Juli 2018 @ +6,1 % → 1.280 BP Outperformance
       · Südamerika      +12,2 % vs. IHS Juli 2018 @ +10,2 % → 200 BP Outperformance

 

 

KONZERNERGEBNIS IM ERSTEN HALBJAHR 2018:

ZWEISTELLIGES UMSATZWACHSTUM (währungsbereinigt) VON +10,9 %
ZWEISTELLIGES WACHSTUM DES BETRIEBSGEWINNS
WACHSTUM DER OPERATIVEN MARGE UM 40 BP AUF 7,2 % DES UMSATZES

Der Umsatz von Faurecia erreichte im ersten Halbjahr 2018 8.991 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 10,9 % ohne Berücksichtigung negativer Währungseffekte von 5,6 % (hauptsächlich durch USD, CNY, BRL und ARS).
Dieses Wachstum übertraf das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 910 BP (+1,8 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Darin enthalten sind 144 Mio. Euro (bzw. +1,7 %) aus ergänzenden Akquisitionen. Auf Basis der veröffentlichten Zahlen stieg der Umsatz um 5,2 %.

  • Alle Geschäftsbereiche erzielten ein solides Umsatzwachstum (währungsbereinigt) und übertrafen damit die weltweite Automobilproduktion deutlich.
      · Seating +8,8 %
      · Interiors +14,7 %
      · Clean Mobility +9,7 % 

 

  • Alle Regionen übertrafen das Wachstum der lokalen Automobilproduktion deutlich.
      · Europa         +10,9 % vs. IHS Juli 2018 @ +2,2 % ® 870 BP Outperformance
      · Nordamerika         +6,2 %  vs. IHS Juli 2018 @ -2,9 % ® 910 BP Outperformance
      · Asien         +17,0 % vs. IHS Juli 2018 @ +2,8 % ® 1.420 BP Outperformance
      · Südamerika         +17,0 % vs. IHS Juli 2018 @ +10,7 % ® 630 BP Outperformance

 

Der Betriebsgewinn von Faurecia stieg um 11,1 % auf 647,2 Mio. Euro; die Rentabilität stieg um 40 BP auf 7,2 % des Umsatzes.

  • Alle Geschäftsbereiche meldeten verbesserte Rentabilität.
  • Alle Regionen meldeten verbesserte oder stabile Rentabilität.

 

UMSATZ UND RENTABILITÄT NACH REGIONEN

Europa (53 % des Konzernumsatzes): Zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Betriebsgewinn

Wachstum des Umsatzes um 10,9 % (währungsbereinigt) und des Betriebsgewinns um 12,8 % auf 6,5 % des Umsatzes (+20 BP gegenüber Vorjahr)

  • Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 4.730,1 Mio. Euro im Vergleich zu 4.310,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Das entspricht einer Steigerung um 9,7 % auf Basis der veröffentlichten Zahlen und währungsbereinigt um 10,9 % und übertraf damit die Automobilproduktion in Europa (inkl. Russland) um 870 BP (+2,2 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Zu diesem Wachstum trug vor allem der Geschäftsbereich Seating mit den erfolgreichen Modellen PSA 3008 und 5008 bei. Der Geschäftsbereich Interiors war der zweite Hauptakteur, in erster Linie mit PSA, Ford, JLR und Volvo. Der Geschäftsbereich Clean Mobility wurde getragen von Ford und Nutzfahrzeugen. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 enthielt einen Betrag in Höhe von 19 Mio. Euro (oder 0,4 % des Vorjahresumsatzes), der auf die Konsolidierung von Hug Engineering zurückzuführen ist.
  • Der Betriebsgewinn erreichte im ersten Halbjahr 2018 305,3 Mio. Euro (270,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017) und damit 6,5 Prozent des Umsatzes. Dies entspricht einer Steigerung von 20 BP gegenüber dem Vorjahr, die auf das Umsatzwachstum zurückzuführen ist und die verbesserte industrielle Effizienz widerspiegelt. Dies glich eine leichte Verwässerung beim Geschäft mit Autositzen mehr als aus.

Nordamerika (25 % des Konzernumsatzes): Starke Performance bei Umsatz und Rentabilität

Wachstum des Umsatzes um 6,2 % (währungsbereinigt) und des Betriebsgewinns um 40 BP gegenüber dem Vorjahr (6,1 % des Umsatzes)  

  • Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 2.232,0 Mio. Euro im Vergleich zu 2.351,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Er reduzierte sich damit um 5,1 % auf Basis der veröffentlichten Zahlen aufgrund eines starken negativen Währungseinflusses von 11,3 % (hauptsächlich aufgrund der Entwicklung des US-Dollar gegenüber dem Euro), stieg aber währungsbereinigt um 6,2 % und übertraf damit die Automobilproduktion in Nordamerika um 910 BP (-2,9 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Dieses währungsbereinigte Wachstum von 6,2 % wurde trotz der negativen Auswirkungen des Brandunfalls im Werk Meridian Magnesium erreicht und in erster Linie von den Geschäftsbereichen Interiors und Clean Mobility getragen. Das Wachstum im Geschäftsbereich Interiors ist in erster Linie auf FCA mit den neuen RAM-Modellen, aber auch die allmähliche Normalisierung der Tesla-Modell-3-Produktion, und das Wachstum im Geschäftsbereich Clean Mobility ebenfalls hauptsächlich auf FCA mit den neuen RAM-Modellen zurückzuführen.
  • Der Betriebsgewinn erreichte im ersten Halbjahr 2018 135,4 Mio. Euro (133,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017) und damit 6,1% des Umsatzes. Dies entspricht einer Steigerung von 40 BP gegenüber dem Vorjahr dank des Umsatzwachstums und einer graduellen Verbesserung der industriellen Effizienz.

Asien (17 % des Konzernumsatzes, inkl. China mit 76 % des Umsatzes der Region, d.h. 13 % des Konzernumsatzes): Starke Umsatzentwicklung, unterstützt durch chinesische OEMs, und solide Rentabilität

Wachstum des Umsatzes um 17,0 % (währungsbereinigt) und des Betriebsgewinns 12,8 %, stabil bei 11,6 % des Umsatzes

  • Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 1.542,8 Mio. Euro im Vergleich zu 1.374,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Das entspricht einer Steigerung um 12,2 % auf Basis berichteter Zahlen und währungsbereinigt um 17,0 % und übertraf damit die Automobilproduktion in Asien deutlich (+2,8 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Währungen hatten einen deutlich negativen Einfluss von 66,3 Mio. Euro (-4,8 %), hauptsächlich bedingt durch die Entwicklung des CNY gegenüber dem Euro. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 enthielt einen Betrag von 125 Mio. Euro (oder 9,1 % des Vorjahresumsatzes), der auf die Konsolidierung der beiden Joint Ventures mit Wuling (Interiors und Seating) und Coagent zurückzuführen ist.
  • In China lag das Wachstum währungsbereinigt bei 14,6 % und der Umsatz mit chinesischen OEMs wuchs währungsbereinigt um 92 %. Der Umsatz in China belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 1.169,0 Mio. Euro (1.056,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017), davon entfielen 25 % oder 289 Mio. Euro auf chinesische OEMs.
  • Das Betriebsergebnis erreichte im ersten Halbjahr 2018 179,7 Mio. Euro (159,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017). Dies entspricht 11,6 % des Umsatzes und ist im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Südamerika (4 % des Konzernumsatzes): Umsatz wächst doppelt so schnell wie der Markt und starke Verbesserung der Rentabilität

Wachstum des Umsatzes um 17,0 % (währungsbereinigt) und Betriebsgewinn mit 3,3 % vom Umsatz nahezu verdoppelt (+180 BP gegenüber Vorjahr)

  • Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 363,4 Mio. Euro im Vergleich zu 388,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Er reduzierte sich damit auf Basis berichteter Zahlen um 6,4 %, was auf einen starken negativen Währungseinfluss von 23,4 % (hauptsächlich Entwicklung von BRL und ARS gegenüber dem Euro) zurückzuführen ist, stieg aber währungsbereinigt um 17,0 % und übertraf damit die Automobilproduktion in Südamerika um 630 BP (+10,7 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Das währungsbereinigte Wachstum von 17,0 % wurde trotz der negativen Auswirkungen eines elftägigen Lkw-Fahrerstreiks im zweiten Quartal erreicht. Es wurde von der Markterholung und den gestiegenen Verkäufen an große OEMs (hauptsächlich FCA, Ford und VW) getragen.
  • Der Betriebsgewinn lag im ersten Halbjahr 2018 bei 11,8 Mio. Euro (fast doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2017 mit 6,0 Mio. Euro). Dies entspricht 3,3 % des Umsatzes oder einer Verbesserung um 180 BP gegenüber dem Vorjahr.

 

UMSATZ UND RENTABILITÄT NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

Seating (42 % des Konzernumsatzes): Solides Umsatzwachstum und zweistelliges Wachstum des Betriebsgewinnes

Wachstum des Umsatzes um 8,8 % (währungsbereinigt) und des Betriebsgewinns um 10,8 % auf 5,9 % des Umsatzes (+40 BP gegenüber Vorjahr)

  • Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 3.781,5 Mio. Euro im Vergleich zu 3.636,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Das entspricht einer Steigerung um 4,0 % auf Basis berichteter Zahlen und währungsbereinigt um 8,8 % und übertraf damit das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 700 BP (+1,8 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Das Umsatzwachstum von 8,8 % wurde durch zweistellige Zuwächse (währungsbereinigt) in Europa (+13,5 %), Asien (+23,2 %) und Südamerika (+20,1 %) getragen. Damit wurde der erwartete Rückgang in Nordamerika (-9,6 %) durch den Produktionsrückgang bei den Modellen Nissan Altima und Mercedes (R-Klasse/ML/GL) weitgehend ausgeglichen. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 enthielt einen Betrag von 50 Mio. Euro (oder 1,4 % des Vorjahresumsatzes), der auf die Konsolidierung des Joint Ventures mit Wuling zurückzuführen ist.
  • Der Betriebsgewinn erreichte im ersten Halbjahr 2018 221,5 Mio. Euro (gegenüber 199,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017). Dies entspricht 5,9 % des Umsatzes und einer Verbesserung von 40 BP gegenüber dem Vorjahr.

Interiors (32 % des Konzernumsatzes): Zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Betriebsgewinn

Wachstum des Umsatzes um 14,7 % (währungsbereinigt) und des Betriebsgewinns um 12,5 % auf 6,0 % des Umsatzes (+20 BP)

  • Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 2.849,5 Mio. Euro im Vergleich zu 2.625,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Das entspricht einer Steigerung um 8,5 % auf Basis berichteter Zahlen und währungsbereinigt um 14,7 % und übertraf damit das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 1.290 BP (+1,8 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Das Umsatzwachstum von 14,7 % spiegelt das starke Wachstum (währungsbereinigt) in allen Regionen wider: Europa +9,8 %, Nordamerika +22,5 %, Asien +23,4 % und Südamerika +13,1 %. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 enthielt einen Betrag in Höhe von 75 Mio. Euro (oder 2,9 % des Vorjahresumsatzes), der auf die Konsolidierung der Joint Ventures mit Wuling und Coagent zurückzuführen ist.
  • Der Betriebsgewinn erreichte 170,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018 (gegenüber 151,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017). Dies entspricht 6,0 % des Umsatzes und einer Verbesserung um 20 BP gegenüber dem Vorjahr.

Clean Mobility (26 % des Konzernumsatzes): Solides Umsatzwachstum und deutliche Verbesserung der Rentabilität

Wachstum des Umsatzes um 9,7 % (währungsbereinigt) und des Betriebsgewinns um 10,4 % auf 10,8 % des Umsatzes (+70 BP gegenüber Vorjahr)

  • Der Umsatz belief sich ersten Halbjahr 2018 auf 2.360,3 Mio. Euro im Vergleich zu 2.282,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Dies entspricht einer Steigerung um 3,4 % auf Basis berichteter Zahlen und währungsbereinigt um 9,7 % und übertraf damit das weltweite Wachstum der Automobilproduktion um 790 BP (+1,8 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018). Das Umsatzwachstum von 9,7 % spiegelt auch das starke Wachstum (währungsbereinigt) in allen Regionen wider: Europa +7,0 %, Nordamerika +12,6 %, Asien +8,2 % und Südamerika +20,0 %. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 enthielt einen Betrag in Höhe von 19 Mio. Euro (oder 0,8 % des Vorjahresumsatzes), der auf die Konsolidierung von Hug Engineering zurückzuführen ist.
  • Der Betriebsgewinn erreichte im ersten Halbjahr 2018 255,3 Mio. Euro (gegenüber 231,2 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017). Dies entspricht 10,8 Prozent des Umsatzes und damit einem deutlichen Anstieg von 70 BP gegenüber dem Vorjahr.

 

NETTOERGEBNIS (KONZERNANTEIL) STEIGT UM 10,2 % AUF 342 MIO. EURO

Der Betriebsgewinn des Konzerns belief sich auf 647,2 Mio. Euro und stieg damit um 11,1 % im Vergleich zu 582,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.

  • Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden: Nettobetrag in Höhe von 5,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018 (kein Beitrag im ersten Halbjahr 2017)
  • Restrukturierungskosten: Nettobetrag in Höhe von 27,8 Mio. Euro im Vergleich zu 29,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017
  • Sonstige einmalige betriebliche Erträge und Aufwendungen: Nettobetrag in Höhe von 36,0 Mio. Euro im Vergleich zu 3,0 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Das erste Halbjahr 2018 beinhaltet einen Betrag in Höhe von 17,2 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Abbau der Aktivitäten im Iran, um einer Entscheidung der USA nachzukommen.
  • Nettofinanzergebnis: Nettobetrag in Höhe von 68,4 Mio. Euro im Vergleich zu 64,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Darin enthalten war ein Betrag in Höhe von 5,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit den im Berichtszeitraum durchgeführten Refinanzierungsgeschäften.
  • Ertragssteuern: Nettobetrag in Höhe von 136,0 Mio. Euro im Vergleich zu 144,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Der Rückgang des effektiven Steuersatzes von 29,7 % im ersten Halbjahr 2017 auf 26,7 % im ersten Halbjahr 2018 konnte den Anstieg des Ergebnisses vor Steuern von 485,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017 auf 509,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018 mehr als ausgleichen.
  • Anteil am Ergebnis der assoziierten Unternehmen: Gewinn von 16,8 Mio. Euro im Vergleich zu einem Gewinn von 18,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.

Das Ergebnis vor Minderheitsanteilen belief sich auf einen Gewinn von 390,5 Mio. Euro, eine Steigerung von 8,5 % im Vergleich zu 359,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.

Die Minderheitsanteile beliefen sich auf 48,5 Mio. Euro im Vergleich zu 49,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.

Damit erzielte das Nettoergebnis (Konzernanteil) einen Gewinn von 342,0 Mio. Euro, eine Steigerung von 10,2 % im Vergleich zu 310,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.

 

NETTO-CASHFLOW UM 17,3 % AUF 247 MIO. EURO GESTEIGERT UND FINANZSTRUKTUR GESTÄRKT

Das EBITDA belief sich auf 1.060,8 Mio. Euro und stieg damit um 9,2 % im Vergleich zu 971,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.

  • Die Veränderung des Working-Capital-Bedarfs (einschließlich des weitgehend stabilen Forderungsverkaufs) war mit einem Abfluss von 18,7 Mio. Euro im Vergleich zu einem Zufluss von 40,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017 sehr begrenzt und spiegelte die strikte Kontrolle aller Posten wider.
  • Investitionen und aktivierte F & E beliefen sich auf 584,0 Mio. Euro im Vergleich zu 508,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017, was auf eine höhere Anzahl von Programmen zurückzuführen ist.
  • Die Restrukturierung verursachte einen Mittelabfluss von 31,1 Mio. Euro gegenüber einem Mittelabfluss von 56,3 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.
  • Der Nettofinanzaufwand verursachte einen Mittelabfluss von 52,4 Mio. Euro gegenüber einem Mittelabfluss von 65,0 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.
  • Die Ertragsteuern verursachten einen Mittelabfluss 105,7 Mio. Euro gegenüber einem Mittelabfluss von 117,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.
  • Die sonstigen Posten verursachten einen Mittelabfluss von 22,0 Mio. Euro gegenüber einem Mittelabfluss von 54,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.

Der Netto-Cashflow belief sich auf 247,0 Mio. Euro (oder 2,7 % des Umsatzes). Das entspricht einem Anstieg um 17,3 % gegenüber 210,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017 (oder 2,5 % des Umsatzes).

  • Die ausgeschüttete Dividende (inkl. Minderheitenanteile) verursachte einen Mittelabfluss von 164,0 Mio. Euro gegenüber einem Mittelabfluss von 143,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017.
  • Netto-Finanzinvestitionen und andere Cash-Elemente verursachten einen Mittelabfluss von 96,7 Mio. Euro gegenüber einem Mittelabfluss von 138,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017 (davon 40,0 Mio. Euro Aktienkauf). Der Mittelabfluss im ersten Halbjahr 2018 entspricht im Wesentlichen der Beteiligung an Hug Engineering und der Teilzahlung für die Beteiligung an dem Joint Venture mit BYD.

Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns belief sich zum 30. Juni 2018 auf 465,2 Mio. Euro. Dies entspricht einem moderaten Anstieg gegenüber der Nettofinanzverschuldung von 451,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017.

Im ersten Halbjahr hat Faurecia seine Finanzstruktur und Flexibilität weiter gestärkt und gleichzeitig seine Schuldenlaufzeit verlängert sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert:

  • Im Februar und März gab Faurecia eine Anleihe über 700 Mio. Euro mit Fälligkeit 2025 zu 2,625 % aus und nutzte den Erlös dieser Anleihe zusammen mit den verfügbaren liquiden Mitteln zur Rückzahlung der gesamten Anleihe über 700 Mio. Euro mit Fälligkeit 2022 zu 3,125 %.
  • Im Juni verbesserte Faurecia die Konditionen und verlängerte die Laufzeit der nicht in Anspruch genommenen syndizierten Kreditfazilität in Höhe von 1,2 Mrd. Euro von Juni 2021 bis Juni 2023 mit zwei optionalen Verlängerungen um ein Jahr.

Durch diese Refinanzierungen konnte Faurecia durchschnittliche langfristige Finanzierungskosten von weniger als 3 % sicheren und muss vor Juni 2023 keine nennenswerte langfristige Schuldentilgung vornehmen.

 

AUSBLICK

Faurecia erwartet, dass die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2018 gegenüber 2017 in Einklang mit der letzten IHS-Prognose (+2,3 %, Quelle: IHS Automotive Juli 2018) um mindestens 2 % wachsen wird.

Auf Grundlage dieser Annahme* und der anhaltenden Dynamik beim Aufbau eines profitablen Wachstums hebt Faurecia seine finanziellen Ziele für das Gesamtjahr 2018 an:

  • Umsatzwachstum von mindestens +8 % (währungsbereinigt) oder mindestens 600 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion (Februar 2018: „mindestens +7 % (währungsbereinigt) oder mindestens 500 BP über dem weltweiten Wachstum der Automobilproduktion“)
  • Operative Marge von mindestens 7,2 % des Umsatzes (Februar 2018: „über 7 % des Umsatzes“)
  • Netto-Cashflow von über 500 Mio. Euro (Bestätigung des im Februar 2018 formulierten Ziels)
  • Ergebnis je Aktie über 5,00 Euro (Februar 2018: „5,00 Euro“)

Faurecia ist damit auf einem guten Weg, um seine mittelfristigen Finanzziele zu erreichen, die auf dem Capital Markets Day am 15. Mai in Paris kommuniziert wurden:

  • Umsatz von mindestens 20 Mrd. Euro im Jahr 2020
  • Operative Marge von 8 % im Jahr 2020
  • Netto-Cashflow von 4 % des Umsatzes im Jahr 2020

 

* Hauptannahmen Automobilproduktion für die Regionen (PC + LV < 3,5 Tonnen):

Europa: mind. +1,5 %
Nordamerika: unter +1 %
China: mind. +2 %

Währungsannahmen 2018:

                  USD/Euro @ 1,20 im Durchschnitt
                  CNY/Euro @ 7,75 im Durchschnitt

 

Die Präsentation der Finanzergebnisse und der Finanzbericht sind ab heute um 8:30 Uhr (Pariser Zeit) auf der Faurecia-Website abrufbar: www.faurecia.com.

Ein Webcast (www.faurecia.com) findet um 9:00 Uhr (Pariser Zeit) statt.

Einwahlnummern:

  • Frankreich:           +33 (0)1 70 72 25 50
  • Großbritannien:    +44(0)330 336 9125
  • USA:                     +1 323 794 2093

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Termine

13. und 14. September 2018:           Kepler Cheuvreux 2018 – Herbstkonferenz (Paris)

3. Oktober 2018:                                   Credit Suisse Auto Show – Konferenz (Paris)                                 

4.-14. Oktober 2018:                            Faurecia auf der Mondial de l'Auto in Paris

11. Oktober 2018:                                 Umsatzzahlen zum dritten Quartal 2018 (vor Börsenschluss)

 

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